Charlotte Quik zeigt sich verwundert über die Hünxer SPD: „Es ist reiner Aktionismus, sich in Sachen Flexibilität beim Offenen Ganztag an Herrn Ott von der SPD-Landtagsfraktion zu wenden“

CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik zeigt sich verwundert über die Hünxer SPD: „Es ist reiner Aktionismus, sich in Sachen Flexibilität beim Offenen Ganztag an Herrn Ott von der SPD-Landtagsfraktion zu wenden“

Die SPD Hünxe fordert mehr Flexibilität beim Offenen Ganztag in den Hünxer Grundschulen und will wissen, dass der jetzige Zustand bei vielen Eltern für großen Unmut sorge. Ortsverein und Ratsfraktion haben sich deshalb an den Schulpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW, Jochen Ott MdL, gewandt, damit sich dieser für flexiblere Betreuungszeiten einsetzen möge.

 

„Es ist reiner Aktionismus, sich in Sachen Flexibilität beim Offenen Ganztag an Herrn Ott von der SPD-Landtagsfraktion zu wenden. Er ist für dieses Vorhaben ein sehr merkwürdiger Adressat“, betont die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik. „Lässt Kollege Jochen Ott doch kaum eine Gelegenheit aus, eine größere Flexibilität im Bereich der OGS abfällig mit dem Bällebad bei IKEA zu vergleichen, aus dem man die Kleinen nach Belieben abholen kann. Sprich: Klarer als Herr Ott kann man sich gegen eine Flexibilisierung kaum aussprechen. Darüber vertritt die SPD-Landtagsfraktion die Meinung, dass die OGS primär oder sogar ausschließlich Bildung sei und keine Mischung aus Bildung, Betreuung und Erziehung, was auch gegen eine weitere Flexibilisierung spricht. Entweder ist das der Hünxer SPD nicht bekannt, oder Herr Ott soll den Vorstoß aus taktischen Gründen unterstützen, um Unruhe zu befeuern“, so die CDU Landtagsabgeordnete. „Nach dem Regierungswechsel 2017 ist die NRW-Koalition das von Rot-Grün verschlafene Thema Flexibilisierung im Bereich OGS zügig angegangen. Schulministerin Gebauer hat mit einem Erlass Anfang 2018 dafür gesorgt, dass Schülerinnen und Schüler während des Offenen Ganztagsam Nachmittag auch an regelmäßigen außerschulischen Bildungsangeboten, zumBeispiel in Sportvereinen oder Musikschulen, teilnehmen können“, erklärt Charlotte Quik. Ebenso sei es möglich,ehrenamtliche Tätigkeiten, zum Beispiel in Kirchen und Jugendgruppen, oderTherapien wahrzunehmen. Auch rein familiäre Ereignisse seien ein Grund,von der Teilnahme zu entbinden.„Dieser Erlass sorgt für mehr Flexibilität im Ganztag. Es giltaber auch, eine gute Balance zufinden zwischen dem Bedürfnis der Eltern, mehr Raum für Aktivitäten für und mitihren Kindern zu haben, und dem Anspruch der Träger auf Verlässlichkeit undKontinuität, um auch die Qualität der Angebote wahren zu können.“

 

„Es stimmt, dass durch die verlängerte Betreuungszeit manche Eltern Sorge haben, dass sie zunehmend den pädagogischen Einfluss auf die Kinder verlieren können“, verdeutlicht Ingrid Meyer, CDU-Ratsmitglied und stellvertretende Bürgermeisterin von Hünxe. „Hierzu ist zu sagen, dass eine gute OGS niemals mit den Eltern in Konkurrenz tritt, sondern eine aktive Erziehungspartnerschaft mit Eltern eingeht. Wichtig ist aber auch den Eltern mitzuteilen, dass ihr Kind nicht spontan abgeholt werden kann und eine totale Flexibilität nicht gegeben werden kann!“

 

Die aufgeworfene Frage, ob zusätzlich zur OGS ein Angebot im Bereich „Schule von acht bis eins“ aufgebaut werden kann und unter welchen Bedingungen dies möglich wäre, lässt die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik derzeit nach Rücksprache mit der CDU Hünxe prüfen. „Insgesamt sind rund um diese Problematik nicht nur das Land gefragt, sondern auch Träger von OGS und den Schulen sowie die Schulen selbst“, so Charlotte Quik, die ihre Unterstützung in der Diskussion ebenso zusagt wie die Hünxer CDU. „Grundsätzlich möchte ich aber dazu bemerken“, so Charlotte Quik, „dass vermehrte Forderungen nach einem Mehr an Flexibilität weder bei der CDU-Landtagsfraktion eingegangen sind noch beim Schulministerium, das sich bereits vor geraumer Zeit dazu schon öffentlich geäußert hat.“